Tunnelbohrer | Kein Stuttgart 21

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Tunneltaufe Fildertunnel, Do., 10.07.

 EURE TAUFE STINKT ZUM HIMMEL!
 – Wir widersetzen uns-

Die Kampagne gegen die Tunnelbohrmaschine und die Blockadegruppe
laden ein zum Protest gegen:

– Tunneltaufe Fildertunnel, 9:30 bis 11:00 Uhr
– Namensgebung Tunnelbohrmaschine
– Tag der offenen Baustelle von 14:00-20:00 Uhr

Die Taufgemeinde erscheint gegen 8:30 Uhr,
mit Klobürsten fürs Weihwasser / Glocken statt Pfeifen/
Gebetsteppichen zum Verweilen

Fasanenhof-Schelmenwasen,
Endhaltestelle der U 6 ( 1 Min. in Fahrtrichtung laufen).

Redebeiträge und Fotos der Demo in Esslingen am 24.05.14

Dok1

Rede von Andreas Ströder, Esslinger Initiative gegen Stuttgart 21

Rede von Karl Pfaff, Tunnelblick-Redaktion

Rede von Thomas Felder, Liedermacher

Damit wir klug werden. Text und Musik von Thomas Felder

Fotos von Felix Keuling

Fotos von Wolfgang Rüter

Fotos von Timo Kabel

 

Die Esslinger haben extra einen Tunnelblick für uns gemacht:
http://www.tunnelblick.es/press/wp-content/uploads/2014/05/ES21_Tunnelblick-47.pdf

Heilbronner Erklärung – Warum wir jetzt noch gegen S21 demonstrieren

Warum wir jetzt noch gegen S21 demonstrieren

Während der letzten Demonstration in Heilbronn gegen das Projekt S21 ergaben sich Fragen aus dem Publikum, die wir mit dieser Heilbronner Erklärung beantworten möchten.

Das Heilbronner Bündnis „Heilbronner gegen S21“ besteht aus vielen Gruppen, die sich sozial und ökologisch engagieren. Es sind Bürger wie du und ich, mit dem Unterschied, dass sie sich für die Hintergründe dieses Projekts interessieren und somit Fachwissen angeeignet haben. Sie sind zur Erkenntnis gelangt, dass es schädlich ist. Wie sonst ist es zu erklären, dass diese Mitbürger immer noch auf der Straße gegen dieses Bauvorhaben demonstrieren? Vor allem, nachdem erkennbar ist, dass sich die Politik nicht um diesen Widerstand schert und unbeirrt daran festhält. Diese Bürger haben eines gemeinsam: ein soziales Gewissen und ein Interesse an der Politik. Die Teilnahme an diesem Protest ergab sich für viele von uns zufällig, deshalb ist unser Protest bunt. Zu diesem bunten Protest gehört Toleranz, ohne diese würde die Kreativität fehlen, die uns auszeichnet.

Beantworten müssen wir auch die Frage nach dem Sinn für diesen Protest bei einem begonnenen Bauvorhaben. Dazu muss klargestellt werden, dass es bisher viele Abrissmaßnahmen, aber keine Baumaßnahmen1 gab. Es empört uns, dass eine Zerstörung unserer Landeshauptstadt begonnen wurde, obwohl es für die wichtigsten Abschnitte keine Planfeststellung gibt. Und das nach fast 20 Jahren Planung für das „bestgeplante Projekt“. (Schlichtung)

Noch immer gibt es zuweilen die Meinung, dass S21 eine Verbesserung bringt. Doch wer liest eine Planfeststellung? Fragen Sie mal Ihren Landtagsabgeordneten oder den Befürworter, OB Himmelsbach. S21 leistet etwa die Hälfte des vergammelten alten Kopfbahnhofes! Siehe Hinweis2. Und hierfür Milliarden ausgeben? Was der alte Kopfbahnhof leistet, lässt sich genau belegen. Vom Projekt S21 liegen dagegen nur schöne Computeranimationen und fehlerhafte Modellberechnungen vor. Kaufen Sie ein technisches Produkt nach dem Werbeaufwand, oder den technischen Daten?

Wenn es schon nicht möglich ist, die Kapazität des alten Bahnhofes zu erreichen, dann hätte man der Bevölkerung vor dem Volksentscheid sagen müssen, worum es bei diesem Projekt geht: um die Schaffung eines Immobilienprojektes für Reiche und nicht um einen Bahnhof. Und das muss jeden sozial denkenden Menschen empören, besonders wenn er einer Partei mit „Sozial“ im Namen nahesteht.

Bei manchen zieht das Schlagwort „modern“. Modern muss nicht besser sein. Modernisiert man den alten Bahnhof, der vor über hundert Jahren gebaut wurde, dann ist er wesentlich „moderner“, weil leistungsfähiger, als S21. Die Planer von S21 hatten ganz andere Vorstellungen von Mobilität, die heute überholt sind. Das sieht man auch an den Werbebildern: wo ist ein Älterer, wo ein Behinderter?

Wir brauchen eine Bahn, die uns pünktlich, sicher und bequem ans Ziel bringt. Und die für uns gut erreichbar ist, auch wenn wir selbst nicht mehr so mobil sind.

1 Begonnene Baumaßnahmen sind
• Die Verlegung der Bahnsteige in das Gleisvorfeld. Dies ist eine Maßnahme, die man auch bei einer Erneuerung des Bahnhofsdaches durchführen müsste.
• Bau des Technikgebäudes am Nordausgang. Das bisherige Stellwerk ist marode und muss erneuert werden. Das neue Technikgebäude ist dafür vorgesehen.
• Die Neubaustrecke. Der Kopfbahnhof kann entweder an die bisherige Strecke oder an die Neubaustrecke angeschlossen werden. Mit S21 geht das nicht, S21 geht nur mit der Neubaustrecke, was aber weit weg von der Planfeststellung ist. Laut Eisenbahnbundesamt nicht mal prüffähig, so dilettantisch ist die Planung.

2 Planfeststellung PFA 1.1 v.28.01.2005, Seite 204

Detaillierte Informationen, beispielsweise auch über die Lüge der besseren Flughafenanbindung, gibt es bei uns.

ViSdP: Volker Teichert, Schickhardtstraße 22, 74076 Heilbronn, 17.11.2013

www. heilbronner-gegen-s21.de

Heilbronner Erklärung (Download)

Rede von Susanne Bödecker bei der 194. Montagsdemo am 21.10.13

Susanne Bödecker engagiert sich für die Tunnelbohrer-Initiative ebenso wie für die Blockade-Gruppe

Guten Abend, ich spreche für die Blockadegruppe.

Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

Wo ein Naturschutzgebiet zerstört wurde, um aus Beton einen Tunnelschlund zu modellieren, der am Fasanenhof unnötig Züge schluckt und ausspuckt, lassen wir die Arbeiten nicht ungehindert geschehen.

Wo 150 Bäume gefällt werden, um Logistikflächen zu errichten, setzen wir uns den LKW in Feuerbach in den Weg, getreu dem Parkschützervorsatz, sich keinen einzigen Baum für S21 nehmen zu lassen.

Wo vielleicht schon morgen wieder Bäume gefällt werden, obwohl dieser Park tabu ist, nutzen wir den verursachten Stau auf der Ehmannstr., um die Menschen auf die drohende Zerstörung hinzuweisen.

Wir werden die TBM auf ihrem Transportweg nicht ungehindert passieren lassen. Baumfällfirmen können besucht und die LKW am Ausfahren behindert werden. Es gibt viele Möglichkeiten, da zu sein, wo man uns nicht vermutet.

Wir haben die zügig voranschreitenden Arbeiten nicht ungehindert geschehen lassen. Nein, verhindern können wir gerade nichts, aber verzögern, Sand ins Getriebe streuen, zeigen, dass wir da sind, überall, wo immer neue hässliche Wunden klaffen. Ihr werdet uns nicht los, denn es ist unsere Stadt, die ihr zerstört, mutwillig, machtbesessen, geldgierig, armselig.

Macht mit, reiht Euch ein, morgen früh, 7:30, Naturkundemuseum. Unzweifelhaft ist unsere Berechtigung dazu:
Auch unter MP Kretschmann wird die Politik zu S 21 ohne Rücksicht auf die Bürger und ohne Anerkennung von Wahrheiten, nur nach Mehrheiten betrieben. Die Aussage: S 21 kann nicht gestoppt werden, ist rechtlich, sachlich und politisch falsch.

Der zivile Ungehorsam ist ein Wegbegleiter überall dort, wo wir merken, dass das Demokratieprinzip nur noch auf dem Papier zu den geschützten Grundrechten gehört und der Postdemokratie weichen musste.

Die Wirkung wird oft unterschätzt: Die wöchentlich, seit Januar 2011 stattfindenden Blockaden an Nordausgang, GWM, Fasanenhof und nun an der Straße zum Rosensteinpark haben jeweils 1-6 Std. Baustopp erreicht. Die Bahn beklagte schon bei der sog. Schlichtung die Behinderungen durch Demonstrationen und Blockaden. Da sie weiß, dass wir „immer und überall“ sein können, muss sie bei ihrer Bauplanung auch immer die Polizei und deren Kapazitäten berücksichtigen. Die Polizeieinsätze bei den ausnahmslos gewaltfreien Blockaden bringen auch einige Uniformierte zum Nachdenken. Viele Blockaden aus dem Jahre 2011 werden nicht mehr juristisch verfolgt, da die politisch mehrheitliche Lage angeblich anders war. Blockaden verursachen nicht automatisch eine juristische, teure Strafverfolgung! Jeder kann sich noch vor einer Personalienfeststellung entfernen. Ohne sich dabei schlecht fühlen zu müssen, ohne zu denken, er habe jetzt die anderen, den Bahnhof oder die Bäume im Stich gelassen, ohne sich wegen seiner angeblichen Mutlosigkeit zu schämen.

Heinrich Steinfest erklärt die stagnierende Zahl der Widerständler mit dem lähmenden Gift der S21-Krankheit.Wir fügen hinzu: Wir müssen dafür sorgen, dass die, die geblieben sind, sich ernstgenommen fühlen und bleiben. Jedes Bestreben muss von der gesamten Bewegung getragen und akzeptiert werden, gleichberechtigt. Wer hätte die Berechtigung, uns zu sagen, was wir tun und lassen sollen, außer wir selbst?

Also, wenn sie sich schon morgen am RSP vergreifen wollen, dann fragt nicht lange, ab wann ist ein Baum ein Baum? Schnappt Eure Klemmbretter, stellt, setzt , legt Euch in den Weg und wenn die Polizei zu Euch kommt, dann macht einen Deal: Storno 21 – und Leistungsrückbau –Unterschrift gegen Eure Personalien.

Zusammen einzigartig, aber nicht artig!!!

OBEN BLEIBEN!