Tunnelbohrer | Kein Stuttgart 21

Blockade

Redebeiträge und Fotos der Demo in Esslingen am 24.05.14

Dok1

Rede von Andreas Ströder, Esslinger Initiative gegen Stuttgart 21

Rede von Karl Pfaff, Tunnelblick-Redaktion

Rede von Thomas Felder, Liedermacher

Damit wir klug werden. Text und Musik von Thomas Felder

Fotos von Felix Keuling

Fotos von Wolfgang Rüter

Fotos von Timo Kabel

 

Die Esslinger haben extra einen Tunnelblick für uns gemacht:
http://www.tunnelblick.es/press/wp-content/uploads/2014/05/ES21_Tunnelblick-47.pdf

Die Bohrmaschine kommt!

Der über 100 Tonnen schwere Bohrschild – das Herzstück der Tunnelbohrmaschine für den Fildertunnel – ist am Donnerstag, den 5.12.13 gegen 5 Uhr früh nach einem mehrtägigen Schiffstransport in Stuttgart eingetroffen. Das Schiff wurde bereits am selben Tag entladen und der in Segmente unterteilte Bohrschild an Land vorläufig zwischengelagert.

Diese Woche sollen am Donnerstagabend diese Segmente auf die Fildern zum Fasanenhof geliefert werden. Im Hafen Stuttgart wurde am Mittelkai ein Halteverbot eingerichtet. Dieses gilt von Donnerstag 18 Uhr bis Freitag 13 Uhr.

Im Industriegebiet Schelmenwasen ist in der Schelmenwasenstraße beidseitig ein Halteverbot für den gleichen Zeitraum eingerichtet.

Wie wir aus sicherer Quelle erfahren haben, werden es bis zu vier LKW´s sein. Diese werden mehrmals zwischen dem Hafen Stuttgart und Fasanenhof pendeln.

Dies bedeutet für uns das es eine lange Nacht werden kann/wird! Aus diesem Grund ist es enorm wichtig, dass Sie sich warm anziehen (Zwiebelprinzip) und Ihren Protestrucksack mitbringen.

Da es dunkel sein wird, empfiehlt es sich eine Warnweste mitzubringen. Diese können sie in jedem Baumarkt sowie an jeder Tankstelle erwerben.

Es werden 3 Infopunkte eingerichtet werden. Diese könnt ihr euch auf unserer Karte anschauen.

Es ist sinnvoll am Anfang zu Punkt A zu kommen.

Laut unseren Informationen wird der Schwertransportkonvoi das Scholppgelände über die Otto Hirsch Brücke verlassen. Die genaue Route [grüne Linie] finden Sie ebenso in der Karte.

Dieser Infopunkt (Punkt A) ist ab 17 Uhr besetzt.

Der Infopunkt B soll bei einer kurzfristigen Änderung der Route als Anlaufpunkt dienen. Er wird ab 19 Uhr besetzt sein.

Der Infopunkt am Fasanenhof ist ab 21 Uhr besetzt. Dies bietet sich für alle Menschen an, die zur Erörterung gehen möchten. Gerne könnt ihr auch schon früher zum Standort des Infopunktes kommen.

Die Infopunkte sind angemeldet, damit IHR reibungslos Anreisen könnt. Ihr könnt gegenüber der Polizei darauf bestehen, zu der Versammlung durchgelassen zu werden, da es euch nach Grundgesetzartikel 8 zusteht frei zu einer Versammlung zu gelangen!

Es wird ein Infotelefon geben. Dieses wird ab 16 Uhr eingeschaltet sein!

ACHTUNG NEUE INFOTELEFONNUMMER:

0176 – 99 07 43 02

EA

0176 – 38 50 17 58

Anreise:

Wir empfehlen möglichst mobil anzureisen, es ist gut möglich, dass wir schnell von A nach B kommen müssen um ggfs. an einer anderen Stelle den Transport zu begleiten.

Anreise mit den Öffentlichen Verkehrsmittel:

Punkt A:

Abfahrt HBF mit der U9 bis zur Endhaltestelle Hedelfingen.

Abfahrt Bad Cannstatt Wilhelmsplatz mit der U13 bis zur Endhaltestelle Hedelfingen

Punkt B:

Ab HBF mit der U9 bis zur Haltestelle Wangen Marktplatz

Ab Bad Cannstatt Wilhelmsplatz mit der U13 bis zur Haltestelle Wangen Marktplatz

Die genauen Abfahrtszeiten entnehmen sie bitte der VVS oder klicken auf der Karte auf das Zugsymbol.

Den Infopunkt Fasanenhof erreichen sie bequem mit der U6 indem sie bis zur Endhaltestelle Fasanenhof durchfahren.

Ticker:

Über den Hashtag #tbmstgt in Twitter bekommt ihr die aktuellsten Meldungen.

Rede von Susanne Bödecker bei der 194. Montagsdemo am 21.10.13

Susanne Bödecker engagiert sich für die Tunnelbohrer-Initiative ebenso wie für die Blockade-Gruppe

Guten Abend, ich spreche für die Blockadegruppe.

Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht.

Wo ein Naturschutzgebiet zerstört wurde, um aus Beton einen Tunnelschlund zu modellieren, der am Fasanenhof unnötig Züge schluckt und ausspuckt, lassen wir die Arbeiten nicht ungehindert geschehen.

Wo 150 Bäume gefällt werden, um Logistikflächen zu errichten, setzen wir uns den LKW in Feuerbach in den Weg, getreu dem Parkschützervorsatz, sich keinen einzigen Baum für S21 nehmen zu lassen.

Wo vielleicht schon morgen wieder Bäume gefällt werden, obwohl dieser Park tabu ist, nutzen wir den verursachten Stau auf der Ehmannstr., um die Menschen auf die drohende Zerstörung hinzuweisen.

Wir werden die TBM auf ihrem Transportweg nicht ungehindert passieren lassen. Baumfällfirmen können besucht und die LKW am Ausfahren behindert werden. Es gibt viele Möglichkeiten, da zu sein, wo man uns nicht vermutet.

Wir haben die zügig voranschreitenden Arbeiten nicht ungehindert geschehen lassen. Nein, verhindern können wir gerade nichts, aber verzögern, Sand ins Getriebe streuen, zeigen, dass wir da sind, überall, wo immer neue hässliche Wunden klaffen. Ihr werdet uns nicht los, denn es ist unsere Stadt, die ihr zerstört, mutwillig, machtbesessen, geldgierig, armselig.

Macht mit, reiht Euch ein, morgen früh, 7:30, Naturkundemuseum. Unzweifelhaft ist unsere Berechtigung dazu:
Auch unter MP Kretschmann wird die Politik zu S 21 ohne Rücksicht auf die Bürger und ohne Anerkennung von Wahrheiten, nur nach Mehrheiten betrieben. Die Aussage: S 21 kann nicht gestoppt werden, ist rechtlich, sachlich und politisch falsch.

Der zivile Ungehorsam ist ein Wegbegleiter überall dort, wo wir merken, dass das Demokratieprinzip nur noch auf dem Papier zu den geschützten Grundrechten gehört und der Postdemokratie weichen musste.

Die Wirkung wird oft unterschätzt: Die wöchentlich, seit Januar 2011 stattfindenden Blockaden an Nordausgang, GWM, Fasanenhof und nun an der Straße zum Rosensteinpark haben jeweils 1-6 Std. Baustopp erreicht. Die Bahn beklagte schon bei der sog. Schlichtung die Behinderungen durch Demonstrationen und Blockaden. Da sie weiß, dass wir „immer und überall“ sein können, muss sie bei ihrer Bauplanung auch immer die Polizei und deren Kapazitäten berücksichtigen. Die Polizeieinsätze bei den ausnahmslos gewaltfreien Blockaden bringen auch einige Uniformierte zum Nachdenken. Viele Blockaden aus dem Jahre 2011 werden nicht mehr juristisch verfolgt, da die politisch mehrheitliche Lage angeblich anders war. Blockaden verursachen nicht automatisch eine juristische, teure Strafverfolgung! Jeder kann sich noch vor einer Personalienfeststellung entfernen. Ohne sich dabei schlecht fühlen zu müssen, ohne zu denken, er habe jetzt die anderen, den Bahnhof oder die Bäume im Stich gelassen, ohne sich wegen seiner angeblichen Mutlosigkeit zu schämen.

Heinrich Steinfest erklärt die stagnierende Zahl der Widerständler mit dem lähmenden Gift der S21-Krankheit.Wir fügen hinzu: Wir müssen dafür sorgen, dass die, die geblieben sind, sich ernstgenommen fühlen und bleiben. Jedes Bestreben muss von der gesamten Bewegung getragen und akzeptiert werden, gleichberechtigt. Wer hätte die Berechtigung, uns zu sagen, was wir tun und lassen sollen, außer wir selbst?

Also, wenn sie sich schon morgen am RSP vergreifen wollen, dann fragt nicht lange, ab wann ist ein Baum ein Baum? Schnappt Eure Klemmbretter, stellt, setzt , legt Euch in den Weg und wenn die Polizei zu Euch kommt, dann macht einen Deal: Storno 21 – und Leistungsrückbau –Unterschrift gegen Eure Personalien.

Zusammen einzigartig, aber nicht artig!!!

Flugblatt



Treffpunkt am 8.6., 10.30 Uhr Bahnhof Kehl, von dort Demo zur
Kundgebung 11 Uhr, Passerelle Kehl (Flugblatt)

Die riesige Herrenknecht-Bohrmaschine wartet zurzeit in Kehl auf ihre Verschiffung nach Stuttgart, wo sie sich ins Gipskeupergestein der Filder fressen soll. Wir werden mit einer Kampage an Rhein und Neckar gegen den Transport Flagge zeigen und ihn „kritisch begleiten“!

Das Aktionsbündnis gegen Stuttgart 21 und der Parkschützerrat rufen auf zum  Kampagnenauftakt am Samstag, 8. Juni 11 Uhr auf der Passerelle Kehl/Straßburg.

Kommt zur Kampagenauftaktveranstaltung in Kehl am 8.6. und bringt Transparente und gute Vernetzungsideen mit:

  • 10:30 Uhr Treffen am Kehler Bahnhof und angemeldeter Demonstrationszug durch die Stadt
  • Ab 11:00 Uhr Kundgebung auf der Passerelle (Fußgängerbrücke nach Frankreich) mit einem großen Programm von Redebeiträgen und Musik. U. a. wird Sabine Leidig sprechen, Mitglied der Bundestagsfraktion der Linken.

Alle, die das S21-Prinzip nicht mehr ausbaden wollen, sind eingeladen, uns zu unterstützen, zum Beispiel mit Leserbriefen, kreativen Aktionen, Demos, zivilem Ungehorsam.

Stuttgart 21 wird mindestens 2,3 Milliarden teurer. Bahnchef Grube würde S21 heute nicht mehr bauen. Die Bundesregierung drückt den Weiterbau durch. Für 6,8 Milliarden plus X soll Stuttgart 60 km Tunnel und einen 8-gleisigen unterirdischen Bahnhof bekommen – halb so groß wie der in Karlsruhe und sechsmal so teuer wie der neue in Berlin.

Die DB AG hat den Bau beschlossen – Baden-Württemberg soll Mehrkosten tragen. Egal, ob S21 über die PKW-Maut oder über steigende Fahrpreise finanziert wird, egal, ob woanders gespart wird – das S21-Prinzip lautet: „Wir ziehen unseren Irrsinn durch, egal was es Euch kostet!“

Während im Rheintal am Lärmschutz gespart wird, sollen in Stuttgart unnütze Tunnel gegraben werden – mit enormen geologischen Risiken, aber ohne genehmigten Brandschutz. Der Herrenknecht-Tunnelbohrer für diesen riskanten Bau wird bald über Rhein und Neckar von Kehl nach Stuttgart verschifft.

OBEN BLEIBEN!